Erfahrungen & Bewertungen zu senovita

Senovita

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Pflegewissen

Plötzlich Pflegefall - was tun?

Ein Pflegefall tritt meist unerwartet ein. Man weiß zunächst gar nicht, wohin man sich wenden kann oder soll. Vieles ist zu erledigen, das Thema Pflege ist den meisten jedoch nicht geläufig. Es muss ein Pflegegrad beantragt werden, zum anderen müssen sich Angehörige zusammen mit den Betroffenen überlegen, welche Form der Versorgung die passendste und für den individuellen Pflegebedarf sein könnte. Wir unterstützen Sie gerne und begleiten Sie in den nicht alltäglichen Fragen und haben eine Checkliste für Sie zusammen gestellt.

Welche Pflegegrade gibt es?

In Deutschland gibt es seit der Pflegereform im Jahr 2017 fünf Pflegegrade. Pflegegrade erhalten Menschen, die in ihrer Selbstständigkeit und Alltagskompetenz eingeschränkt sind. Je nach Schwere der Beeinträchtigung erhalten sie im Rahmen einer Pflegebegutachtung einen der fünf Pflegegrade. Der Antrag auf Pflegegrad ist bei der Pflegekasse zu stellen. Der Pflegebedürftige wird nach einem Prüfverfahren (Neues Begutachtungsassessement, kurz NBA) durch Gutachter des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) bei gesetzlich Versicherten oder durch die MEDICPROOF GmbH bei privat Versicherten den Grad ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit und empfehlen einen Pflegegrad. Die Pflegekasse des Antragstellers entscheidet und genehmigt den Pflegegrad. Pflegegrad 1 (geringe Beeinträchtigung) Eine geringe Beeinträchtigung nach Pflegegrad 1 liegt vor, wenn die pflegebedürftige Person mindestens 12,5 Punkte (von 100) erreicht. Pflegegrad 2 (erhebliche Beeinträchtigung) Eine erhebliche Pflegebedürftigkeit nach dem Pflegegrad 2 liegt vor, wenn die hilfebedürftige Person mindestens 27 Punkte (von 100) erreicht. Der Pflegegrad 2 ist etwa mit der alten Pflegestufe I vergleichbar. Pflegegrad 3 (schwere Beeinträchtigung) Eine schwere Beeinträchtigung nach dem Pflegegrad 3 liegt vor, wenn die pflegebedürftige Person mindestens 47,5 Punkte (von 100) erreicht. Der Pflegegrad 3 ist in etwa mit der alten Pflegestufe II vergleichbar. Pflegegrad 4 (schwerste Beeinträchtigung) Schwerste Beeinträchtigung nach dem Pflegegrad 4 liegt vor, wenn die pflegebedürftige Person mindestens 70 Punkte (von 100) erreicht. Der Pflegegrad 4 ist in etwa mit der alten Pflegestufe III vergleichbar. Pflegegrad 5 (schwerste Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung) Den höchsten Grad der Pflegebedürftigkeit, Pflegegrad 5, erfüllt derjenige, der im Scoring mindestens 90 Punkte (von 100) erreicht. Der Pflegegrad 5 ist etwa mit der alten Pflegestufe III + Härtefall-Anspruch vergleichbar.

Kriterien für die Pflegebegutachtung

Das Gutachten unterteilt sich in insgesamt sechs Kriterien, die geprüft werden. 1. Mobilität Wie selbstständig kann sich der Mensch fortbewegen und seine Körperhaltung ändern? 2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten Wie findet sich der Mensch mit Hilfe anderer örtlich und zeitlich zurecht? Kann er für sich selbst Entscheidungen treffen oder Gespräche führen 3. Verhalten und psychische Problemlagen Wie häufig benötigt der Mensch Hilfe aufgrund von psychischen Problemen wie etwa aggressives oder ängstliches Verhalten? 4. Selbstversorgung Wie selbstständig kann sich der Mensch im Alltag versorgen bei der Körperpflege, beim Essen und Trinken? 5. Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen Wie aufwändig ist die Unterstützung beim Umgang mit der Krankheit und der Behandlungen, z.B. bei der Medikamentengabe oder beim Verbandswechsel? 6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte Wie selbstständig kann der Mensch noch den Tagesablauf planen, sich beschäftigen oder Kontakte pflegen?

Aufgaben der 24 Stunden Betreuung

Die 24 Stunden Pflege unterstützt die Pflegebedürftigen bei zahlreichen Aufgaben des täglichen Lebens. Grundsätzlich lässt sich die 24 Stunden Pflege in vier Aufgabenbereiche gliedern: 1. Grundpflege Die Grundpflege ist eine zentrale Aufgabe der 24-Stunden-Pflegekraft. Unter dem Begriff wird die Erfüllung der elementaren Bedürfnisse eines Menschen verstanden. Dazu zählt zum einen die Körperpflege, also die Unterstützung beim Waschen, Kürzen der Nägel, Pflegen der Haare und der Haut. Auch der Toilettengang bzw. der Wechsel von Inkontinenzmaterial fällt in diesen Aufgabenbereich. Je nach Bedürfnissen des Patienten gehört auch das Lagern oder der Transfer in den Rollstuhl zu den typischen grundpflegerischen Tätigkeiten. Patienten mit altersbedingter Gehschwäche werden ebenfalls unterstützt, sei es beim Treppensteigen oder kurzen Spaziergängen im Freien. Auch an die Einnahme der Medikamente erinnern die Betreuungskräfte, wenn vorher eine kurze Einweisung erfolgt. 2. Haushalt Jeder Mensch wünscht sich ein ordentliches und gepflegtes Umfeld, in dem er würdevoll Leben kann. Daher ist auch die Grundreinigung der Wohnung Aufgabe einer 24-Stunden-Pflege. In regelmäßigen Abständen und nach Wunsch des Kunden wird der Wohnbereich gesaugt, gewischt und aufgeräumt. Auch die Kleidung, Vorhänge und Bettwäsche werden gereinigt und gepflegt. Leben Tiere im Haushalt übernimmt die Betreuungskraft ebenso deren Versorgung. Auch die Pflege der Zimmerpflanzen ist Aufgabe einer 24-Stunden-Pflege. 3. Kochen und Ernährung Im Alter bekommt die Ernährung einen besonderen Stellenwert. Jedoch sind viele Senioren körperlich nicht mehr in der Lage selbst einzukaufen und die Speisen zuzubereiten. Daher zählen Einkäufe und das Kochen ebenfalls zum Aufgabenbereich einer Betreuungskraft in der 24-Stunden-Pflege. Häufig wird die Zubereitung gemeinsam vorbereitet und die betreute Person aktiv mit einbezogen. Wenn es ärztliche Vorgaben, bspw. eine Diät oder bestimmte Kost gibt, wird die Betreuungskraft diese Vorgaben umsetzen, wenn das von Patient und Familie gewünscht wird. Erhält eine Person die Nahrung über eine PEG-Sonde, zählt auch das Einhängen der Nahrungsbeutel zu den Aufgaben der 24-Stunden-Pflege. 4. Soziale Betreuung Auch im hohen Alter sind Abwechslung und eine aktive Freizeitgestaltung noch wichtig. Leider zwingen körperliche Einschränkungen viele Senioren zu einem weitgehenden Rückzug aus dem sozialen Leben. Dem entgegenzuwirken ist ein zentrales Anliegen der 24-Stunden-Pflege. Soweit es die Gesundheit zulässt unternehmen die Betreuungskräfte Spaziergänge, gemeinsame Ausflüge oder aber Besuche bei Freunden und Seniorengruppen mit dem Patienten. Hat eine Person keine Möglichkeit mehr das Haus zu verlassen, wird versucht die Freizeit innerhalb des Wohnbereiches bestmöglich zu gestalten. Dabei können Gesellschaftsspiele genutzt werden oder auch gemeinsame Gespräche stattfinden.

24 Stunden Pflege / Ambulante Pflege / stationäre Pflege - welche Vor- und Nachteile gibt es?

Rund drei Viertel der Bundesbürger wünschen sich im Alter ambulant gepflegt zu werden. Dafür gibt es gute Gründe und auch der Gesetzgeber versucht die ambulante Versorgung zu fördern. Besonderen Stellenwert bei der Entscheidung für ambulante Pflege ist häufig die Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Da die Pflege Zuhause stattfindet, kann bspw. bei Unzufriedenheit mit dem Pflegedienst recht einfach ein neuer Dienstleister engagiert werden. In der stationären Pflege ist der Wechsel des Anbieters mit großem organisatorischem Aufwand verbunden oder es gibt schlimmstenfalls keine Alternativen in der direkten Umgebung. Vorteile ambulanter Pflege auf einen Blick Individuelle Versorgung Höchstmaß an Selbstbestimmung Große Auswahl an möglichen Dienstleistungen Umfangreiche Förderungsmöglichkeiten Vertrautes Umfeld bleibt erhalten Umbaumaßnahmen und Pflegehilfsmittel werden Großteils erstattet Rund 700.000 Menschen in Deutschland werden stationär gepflegt. Die über 6.000 Pflegeheime im Bundesgebiet genießen jedoch häufig keinen guten Ruf. Das es einige Probleme in Senioren- und Pflegeheimen gibt steht außer Frage. Dennoch ist auch in einem Heim eine liebevolle und gute Versorgung möglich. Besonders für die stationäre Pflege spricht die Ausstattung in den meisten Heimen. Patientenlifter, Rollstühle oder Pflegebetten gehören dort zur Standard-Ausstattung. Außerdem sind stationäre Einrichtungen beinahe ausnahmslos barrierefrei. Da jederzeit ausgebildete Pflegekräfte verfügbar sind, können auch medizinische Leistungen unproblematisch erbracht werden. Im ambulanten Bereich bleibt dies in der Regel Ärzten und Pflegediensten vorbehalten. Genau an diesem Punkt haben viele Pflegeeinrichtungen jedoch auch Schwächen. Da der Personalmangel besonders in der Altenpflege eklatant ist, kann das dazu führen, dass die Pflegekräfte kaum Zeit für einzelne Patienten haben. Vorteile von stationärer Pflege: Professionelle Ausstattung vorhanden Barrierefreier Wohnraum Ausgebildete Pflegekräfte (häufig jedoch Personalmangel) Alltägliche Dienstleistungen in der Einrichtung Ist der Unterstützungsbedarf höher, braucht es zusätzliche Lösungen. Bei ambulanter Pflege bietet sich beinahe immer eine 24-Stunden-Betreuung an. Hierbei lebt die Betreuungskraft mit im Haushalt der unterstützungsbedürftigen Person und ermöglicht einen selbstbestimmten Alltag. Die Kosten für eine 24 Stunden Betreuung liegen jedoch ungefähr bei 1.600 bis 2.700 Euro monatlich. Davon kann jedoch ein Großteil über Förderungen und Steuererleichterungen refinanziert werden. Effektiv kostet eine ambulante 24-Stunden-Betreuung damit zwischen 800 und 1.600 Euro an monatlicher Eigenbeteiligung.

Voraussetzungen für eine 24 Stunden Betreuungskraft

Ein eigenes Zimmer: die Grundvoraussetzung Bei der 24 Stunden Pflege zieht die Betreuungskraft zu Hause bei der/dem Pflegebedürftigen ein. Die Betreuungskraft muss sich wohl fühlen und einen eigenen Rückzugsort haben, somit ist ein eigenes Zimmer unerlässlich. Ein kleiner Raum mit einem Bett und einem Tisch ist vollkommen ausreichend. Trotzdem ist es natürlich deutlich einfacher eine qualifizierte Pflegekraft zu finden, wenn zumindest eine solide Ausstattung vorhanden ist. Wir empfehlen, das Zimmer wohnlich zu gestalten und auf Wünsche der Betreuungskräfte einzugehen. Internetanschluss Ein Internetanschluss ist keine zwingende Voraussetzung. Es sind jedoch kaum Betreuungskräfte bereit, in einen Haushalt ohne Internet zu ziehen. Das ist auch verständlich, schließlich möchten die Betreuungskräfte mit Familie und Freunden in Kontakt sein. Freizeit Der Begriff „24 Stunden Pflege“ hat sich zwar etabliert, dies bedeutet jedoch nicht, dass die Betreuungskraft 24 Stunden arbeitet. Das wäre arbeitsrechtlich auch nicht zulässig. Betreuung von Pflegebedürftigen ist ein herausfordernder Job, deshalb ist es Voraussetzung, dass es ausreichend Ruhezeiten gibt. Diese sind sehr wichtig, damit sich die Betreuungskraft erholen und Kraft schöpfen kann. Kost und Logis Bitte beachten Sie, dass Sie für Kost und Logis der Betreuungskraft verantwortlich sind. Selbstverständlich handelt es sich hier um handelsübliche Nahrungsmittel und Getränke. Ebenfalls muss gewährleistet sein, dass die Betreuungskraft sich auch außerhalb der festen Mahlzeiten ungefragt an Speisen und Getränken bedienen darf. Kosmetik- und/oder Hygieneartikel für die Betreuungskraft gehen selbstverständlich nicht zu Lasten der zu betreuenden Person bzw. deren Familie, sondern müssen von der Betreuungskraft selbst gekauft werden Medizinische Pflege In Deutschland dürfen 24 Stunden Betreuungskräfte keine medizinischen Leistungen erbringen, da hierzu eine Pflegeausbildung in Deutschland Voraussetzung ist. Hierzu muss ein ambulanter Pflegedienst in Anspruch genommen werden, welcher sich über die Pflegesachleistung finanziert – dies schmälert letztlich das Pflegegeld.

Rechtliche Rahmenbedingungen in der 24 Stunden Pflege

senovita sieht sich als Vermittler osteuropäischer Betreuungskräfte in der Verantwortung, Sie transparent und rechtssicher zu beraten. Es ist für Pflegebedürftige und deren Angehörige oft nicht einfach, eine seriöse Agentur zu finden, die Sozialbeitragsbetrug, unseriöse und arbeitsrecht-unkonforme Beschäftigungsverhältnisse oder sogar Schwarzarbeit einen Riegel vorschiebt und ein legales Betreuungsmodell zur Verfügung stellt. Wir arbeiten mit dem sogenannten Entsendemodell, dies bedeutet für unsere Kunden maximale Flexibilität und kein Risiko. Wir legen viel Wert auf die Auswahl unserer Partnerunternehmen und wägen genau ab, ob wir eine Zusammenarbeit eingehen oder nicht. Nur wenn all unsere hohen Qualitätsstandards erfüllt sind, gehen wir Kooperationen ein. Was bedeutet Entsendemodell? Hier ist die Betreuungskraft bei dem jeweiligen osteuropäischen Kooperationspartner angestellt und wird von diesem für einen definierten Zeitraum nach Deutschland entsendet. Alle Sozialabgaben und weitere Verpflichtungen werden von dem osteuropäischen Partner getragen und in dem osteuropäischen Land abgetreten. Eine Haftpflichtversicherung ist selbstverständlich. Sie haben uns als regionalen Ansprechpartner, der Ihre Interessen und Bedürfnisse vertritt. Der Nachweis der legalen Entsendung erfolgt mit dem sogenannten A1 Formular, welches von dem jeweiligen osteuropäischen Land nur dann ausgestellt wird, wenn alle rechtlichen Vorgaben eingehalten, die steuerlichen Abgaben abgeführt sind und ordnungsgemäß sozialversichert ist. Hierdurch wird zugleich dem Sozialversicherungsträger im Erbringungsland (Deutschland) die Befreiung von der Sozialversicherungspflicht der jeweiligen Betreuungskraft bescheinigt. Jede Betreuungskraft, welche von senovita vermittelt wird, hat eine gültige A1 Bescheinigung.